Hospital 4.0 – Schlanke digital-unterstützte Logistikprozesse in Krankenhäusern

Kurzbezeichnung: Hospital 4.0
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Fördergeber: Karlsruher Institut für Technologie
Förderprogramm: Technikbasierte Dienstleistungssysteme
Fördernummer laut Bescheid: 02K16C180
Projektstart: 01.09.2017
Projektende: 31.08.2020
Projektdauer: ​​3 Jahre
Website des Projekts: http://hospital40.net/
Projektleitung ​Prof. Dr. Henner Gimpel​​

Als zentraler Bestandteil des Gesundheitssystems erbringen Krankenhäuser gesellschaftlich wichtige Gesundheitsdienstleistungen. Die medizinischen Kernprozesse werden dabei durch zahlreiche Logistikprozesse unterstützt, die insbesondere durch hohe Anforderungen hinsichtlich Qualität, Individualisierung auf einzelne Patienten, Echtzeitreaktionsfähigkeit und Kosteneffizienz gekennzeichnet sind. Heutzutage sind diese Logistikprozesse in vielen Krankenhäusern aufgrund von historisch gewachsenen Strukturen und papiergestützten Anforderungen geprägt von Ineffizienz und Verschwendung. Das bedeutet, dass insbesondere Logistikbezogene Aufgaben in Krankenhäusern einen hohen Anteil der zur Verfügung stehenden Zeit von Ärzten und Pflegepersonal in Anspruch nehmen. Damit wird das eigentliche wertschöpfende Kerngeschäft – die Diagnostik, Behandlung und Pflege des Patienten – stark beschnitten. Hier setzt der Einsatz von digitalen Technologien an. In Anlehnung an die Vision der Industrie 4.0 und die Digitalisierung des Gesundheitswesens verspricht der Einsatz digitaler Technologien durch die Verfügbarkeit relevanter Informationen in Echtzeit, mittels der Vernetzung aller am Klinikbetrieb beteiligten Akteure und Ressourcen, erhebliches Potential für eine qualitativ verbesserte und effizientere Krankenversorgung. Ziel des im Rahmen des Förderschwerpunkts „Technikbasierte Dienstleistungssysteme“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „Hospital 4.0″ ist die Weiterentwicklung und beispielhafte Umsetzung von innovativen Logistiksystemen in Krankenhäusern durch den Einsatz bestehender, digitaler Technologien. Dabei sollen Logistikprozesse in Krankenhäusern mit ihren speziellen Anforderungen und Herausforderungen holistisch betrachtet werden, neue Methoden für Analyse und Benchmarking der Logistiksysteme entwickelt werden, neue Konzepte für die Steigerung der Wertschöpfung durch den zielgerichteten Einsatz bestehender Technologien erarbeitet werden und deren Wert im Projekt demonstriert werden. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen, soll dann abschließend ein organisatorisches Lernkonzept erarbeitet werden, dass zu einer Steigerung der Qualität und Effizienz von Krankenhauslogistikprozessen führt, woraus sich eine verbesserte Versorgung der Patienten ergibt.
Als zentraler Bestandteil des Gesundheitssystems erbringen Krankenhäuser gesellschaftlich wichtige Gesundheitsdienstleistungen. Die medizinischen Kernprozesse werden dabei durch zahlreiche Logistikprozesse unterstützt, die insbesondere durch hohe Anforderungen hinsichtlich Qualität, Individualisierung auf einzelne Patienten, Echtzeitreaktionsfähigkeit und Kosteneffizienz gekennzeichnet sind. Heutzutage sind diese Logistikprozesse in vielen Krankenhäusern aufgrund von historisch gewachsenen Strukturen und papiergestützten Anforderungen geprägt von Ineffizienz und Verschwendung. Das bedeutet, dass insbesondere Logistikbezogene Aufgaben in Krankenhäusern einen hohen Anteil der zur Verfügung stehenden Zeit von Ärzten und Pflegepersonal in Anspruch nehmen. Damit wird das eigentliche wertschöpfende Kerngeschäft – die Diagnostik, Behandlung und Pflege des Patienten – stark beschnitten. Hier setzt der Einsatz von digitalen Technologien an. In Anlehnung an die Vision der Industrie 4.0 und die Digitalisierung des Gesundheitswesens verspricht der Einsatz digitaler Technologien durch die Verfügbarkeit relevanter Informationen in Echtzeit, mittels der Vernetzung aller am Klinikbetrieb beteiligten Akteure und Ressourcen, erhebliches Potential für eine qualitativ verbesserte und effizientere Krankenversorgung. Ziel des im Rahmen des Förderschwerpunkts „Technikbasierte Dienstleistungssysteme“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „Hospital 4.0″ ist die Weiterentwicklung und beispielhafte Umsetzung von innovativen Logistiksystemen in Krankenhäusern durch den Einsatz bestehender, digitaler Technologien. Dabei sollen Logistikprozesse in Krankenhäusern mit ihren speziellen Anforderungen und Herausforderungen holistisch betrachtet werden, neue Methoden für Analyse und Benchmarking der Logistiksysteme entwickelt werden, neue Konzepte für die Steigerung der Wertschöpfung durch den zielgerichteten Einsatz bestehender Technologien erarbeitet werden und deren Wert im Projekt demonstriert werden. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen, soll dann abschließend ein organisatorisches Lernkonzept erarbeitet werden, dass zu einer Steigerung der Qualität und Effizienz von Krankenhauslogistikprozessen führt, woraus sich eine verbesserte Versorgung der Patienten ergibt. Ansatzpunkt des Projektvorhabens ist die Erarbeitung eines initialen zukunftsfähigen Referenzmodells des Hospitals 2030. Auf Basis einer umfassenden Analyse von bestehenden Logistiksystemen und technologischen Neuerungen sollen dabei digitale Technologien auf ihre Eignung hin geprüft werden. Für die Messung und Bewertung des aktuellen Digitalisierungsgrads werden die zwei Prozesse der Lagerhaltung/Kommissionierung und der Bettenlogistik am Klinikum in Augsburg und in Bayreuth herangezogen. Hierfür wird auf etablierte Methoden wie die Wertstromanalyse und Value Added Heat Maps zurückgegriffen. Aus dem Abgleich des Digitalisierungsgrads mit dem Referenzmodell ergibt sich die Identifikation von Potentialen zur Verbesserung der beiden Prozesse, die erst durch digitale Technologien ermöglicht werden. Daraus werden Handlungsempfehlungen abgeleitet und im Rahmen einer prototypischen Umsetzung pilotiert. Zudem soll die Gesamtheit an abgeleiteten Maßnahmen, entwickelten Methoden, durchgeführten Erhebungen, und Potenzialanalysen in einem Lernkonzept aggregiert werden. Im Rahmen des Projekts entstehen Prozess- und Organisationsblaupausen, die durch Benchmarkings als Best-Practice belegt und in den teilnehmenden Krankenhäusern erprobt werden konnten. Diese werden allen deutschen Krankenhäusern zur Planung und Optimierung des Einsatzes digitaler Technologien in den eigenen Prozessen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich konzipierte und entwickelte Softwaremodule erweitern bereits bestehende Krankenhaus- und Logistikinformationssysteme. Dies ermöglicht die zusätzliche Bereitstellung von notwendigen Daten und Informationen (bspw. durch die Erweiterung von Standortinformationen auf Basis von Tracking-Hardware) und die darauf aufbauende sinnvolle Planung (bspw. durch Simulations- oder Optimierungsmodelle) des Ressourceneinsatzes.