Digital University

Einführung

Digitalisierung im Hochschulwesen

Digitalisierung bietet Chancen und Möglichkeiten: für Lehrende und Studierende, Forschende, Innovator*innen und Gründer*innen in Wirtschaft und Wissenschaft. Der zunehmende Einsatz digitaler Medien ermöglicht einen effektiveren und offeneren Informations- und Wissensaustausch. Diesen Transformationsprozess in Forschung, Lehre und Verwaltung aktiv zu gestalten, sehen wir als Herausforderung aber auch als große Chance.

Chancen aus Herausforderungen kreieren

Unsere Themen

Digitale Innovationsprozesse

Digitale Technologien durchdringen Wirtschaft und Gesellschaft, verändern dabei zunehmend Produkte und Dienstleistungen und ermöglichen neue Wege der Zusammenarbeit und Kommunikation. Im Kontext der Digitalisierung von Hochschulen fordern beispielsweise Studierende neue, digitale Angebote in der Lehre (z. B. Moocs, Inverted Classroom, Multichannel Learning, Fernklausuren) und Wissenschaftler*innen den freien Zugang zu aktueller Forschung (Open Science, Open Access). Aktiv adressiert bietet dieser Veränderungsdruck den Hochschulen zahlreiche Chancen in Form von Produkt- und Prozessinnovationen, bei denen wir durch langjährige Erfahrung im Bereich digitaler Innovationen unterstützen können.

Zukunft des Hochschulrechenzentrums

Die IT-Dienstleistungsinfrastruktur umfasst die personellen und maschinellen Leistungen, die für die digitale Informationsversorgung und -verarbeitung, die digitale Kommunikation sowie den Medieneinsatz in allen Organisationseinheiten einer Hochschule erforderlich sind. Der Aufbau einer zukunftsfähigen IT-Management-Infrastruktur bedarf der Einführung von standardisierten IT-Prozessen, sowie eine konsequente Serviceorientierung für alle Interessensgruppen einer Hochschule, die bspw. im Rahmen von ISO 2000 zertifizierungsfähig ist. Wir unterstützen Sie bei einem effizienten, homogenen IT-Betrieb, der durch entsprechende Aufbau- und Ablauforganisation in zentralen und dezentralen Bereichen ermöglicht wird.

Digitalisierung in der Verwaltung

Die digitale Transformation in der Hochschulverwaltung zeichnet sich einerseits durch ein zunehmend digitalisiertes Student LifeCycle Management aus. Unter Beachtung aktueller Chancen und Herausforderungen wie den Datenschutzbestimmungen, kann in Kollaboration mit Umsetzungspartner*innen die zunehmende Effizienz von Abläufen sowie der Einbindung von Inhalten angestrebt werden. Durch die Einführung eines Campus Management Systems können wir Sie dahingehend unterstützen, Verwaltungsaufwendungen zu reduzieren, indem die Systemumgebung homogen gestaltet wird .

Digitalisierung in der Lehre

Um die technische und didaktische Weiterentwicklung voranzutreiben und digitale Bildung zu gestalten (z. B. Hörsaaltechnik, E-Learning, moderne Lehrkonzepte, PC-Pools, Audience Response Systeme, Fernklausuren), sollten Hochschulen Kompetenzen der Fakultäten, des IT-Servicezentrums, der Bibliothek und weiteren Einrichtungen bündeln. Darüber lassen sich bspw. im Rahmen eines Campus Management Systems und umfangreichen Analysemöglichkeiten (Learning Analytics) eine hohe Transparenz des eigenen Lernfortschritts für Studierende sowie eine effiziente Organisation der Lehre und des Prüfungsgeschehens realisieren.

Digitalisierung in der Forschung

Durch E-Science bietet sich Hochschulen die Möglichkeit, partizipativ und transparent Forschung über organisatorische und geografische Grenzen hinweg zu betreiben. Über die Einbindung von offenen und digitalen Publikations- und Datenplattformen (Open Science, Open Data) lassen sich Forschungsprojekte und -leistungen weltweit sichtbar machen.

Digitalisierungsstrategien für Hochschulen

Digitalisierung sollte ein fester und integrierter Bestandteil der Hochschulstrategie sein, der als Grundlage für die Ausgestaltung der Aufgabenfelder und deren Weiterentwicklung gesehen wird. Die Digitalisierung sollte innerhalb eines strategischen Rahmens zielgerichtet und hochschulweit abgestimmt vorangetrieben werden. Nur so lassen sich bisher nicht genutzte Potenziale bestmöglich entfalten. Wir helfen Ihnen bei der zielgerichteten Definition und Umsetzung Ihrer Strategie, die wir aus unseren Kompetenzen in den weiteren Bereichen ableiten. So können wir Sie bei der Erstellung einer Digitalen Agenda für Ihre Hochschule unterstützen, wozu wir bereits jahrelange Erfahrung an der Universität Bayreuth vorweisen können.

Umfangreiche Erfahrungen und Interdisziplinarität

Unsere Angebote

Als Fraunhofer-Projektgruppe Wirtschaftsinformatik sind wir sehr eng mit den Universitäten Bayreuth und Hohenheim sowie den Hochschulen in Augsburg und Frankfurt verbunden, wodurch wir in engem Austausch mit Studierenden, Lehrenden, Forschenden und der Verwaltung stehen. In diesem Rahmen haben wir einen sehr guten Einblick in die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen der Digitalisierung im Hochschulumfeld sowie großes Interesse daran, die Arbeits- & Lernbedingungen der Zielgruppen attraktiv zu gestalten. Nachfolgend finden Sie einen Ausschnitt an Projektmöglichkeiten, mit denen wir auch Ihre Hochschule gerne dabei unterstützen, Digitalisierungspotenziale zu nutzen:

Bisherige Projekte

Unsere Erfahrungen & Kompetenzen

Start 2021 – Öffentliches Forschungsprojekt

Aufbauend auf einer bestehenden digitalen Infrastruktur zielt das Projektvorhaben darauf ab, den individuellen Studienprozess durch „digitale Mentor*innen“ besser zu begleiten und damit auf eine Verringerung der Studienabbruchwahrscheinlichkeit hinzuwirken. Seit 2014 organisiert die Universität Bayreuth den Student Life Cycle mit einem innovativen, datenbasierten Campus Management System (CMS) mit vielen implementierten Schnittstellen. Die heute schon im CMS und Lernmanagementsystem erhobenen studienbezogenen Daten können nach Analyse und Auswertung bessere Einblicke in Lehr- und Lernprozesse geben, gezielte Betreuungs- und Unterstützungsleistung bei Dozierenden anfordern und damit zur Verbesserung der Qualität der Hochschullehre beitragen. Dieses Projekt integriert diese Perspektiven mithilfe von 3 zentralen Arbeitspaketen, in denen (1) die Lern-Situation der Studierenden in ausgewählten Lehrveranstaltungen im Sinne eines Constructive Alignment (CA) ausrichtet werden; (2) durch Learning Analytics (LA) datenschutzkonform Lerndaten auswertet werden und Studierende hinsichtlich der Studienabbruchgefahr einordnet werden; und (3) gezielt diese Studierende mit einer/einem „digitalen Mentor*in“ mit automatisierten, aber individualisierten Nachrichten aus dem Lernsystem heraus erreicht werden, um sie zu weiteren Lernaktivitäten zu motivieren.

Hier können Sie mehr erfahren.

Start 2021 – Öffentliches Forschungsprojekt

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Wirtschaft erfordert spezifische Kompetenzen. Neben technischer Expertise benötigt die Wirtschaft insbesondere Kenntnisse, technische Systeme zu bewerten, in betriebliche Prozesse, Arbeitsumgebungen, Produkte und Dienstleistungen einzubetten sowie dauerhaft zu steuern. Diese brückenbauende Rolle fällt primär Wirtschaftswissenschaftler*innen als zentrale betriebliche Entscheider*innen zu. Die Zielgruppe des Verbundvorhabens umfasst deshalb die Betriebswirtschaftslehre und verwandte Wirtschaftsstudiengänge (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen etc.), welche insgesamt ca. 22% der Studierenden an deutschen Hochschulen ausmachen. Ziele des Verbundvorhabens sind Entwicklung und Bereitstellung eines Lehrmodulbaukastens für KI, der Wirtschaftsstudierenden wissenschaftlich fundiert und praxisnahinterdisziplinäre KI-Kompetenzen vermittelt. Der modulare Baukasten unterstützt Lehre für Bachelor-, Master-, Executive-Master-Studierende und Promovierende an Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Er umfasst drei Säulen: (1) KI-bezogene Lehrinhalte, die sich am fachlichen Hintergrund, Fähigkeiten und Interessen der Studierenden wie auch an berufsrelevanten Anforderungen orientieren. Es werden neue didaktisch hochwertige Inhalte erstellt sowie auf etablierte Open Education Resources (OER) zurückgegriffen. (2) In einer KI-Lernfabrik werden gemeinsam mit Studierenden KI-Inhalte „zum Anfassen“ entwickelt. (3) Es wird eine organisatorische und technische Austauschplattform geschaffen, auf der Hochschulen, Industriepartner*innen und Studierende sich vernetzen, um Synergien zu nutzen und Kompetenzen effizient und zielgerichtet aufzubauen. Das Verbundprojekt vereint elf Antragsteller*innen von drei Universitäten und einer HAW aus drei Bundesländern, die alle der Fokus auf KI-Kompetenzen von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften eint. Inhalte und Formate werden gemeinsam erarbeitet, wechselseitig genutzt und öffentlich zugänglich gemacht. Im Vergleich zur individuellen Erstellung stärkt dies die Breite und Tiefe des Angebots sowie die Effizienz und die Qualität der Lehre substanziell.

Start 2020 – Öffentliches Forschungsprojekt

Die Idee des Projekts ist es, die IT-Serviceleistungen von Hochschulrechenzentren innerhalb Bayerns zu erfassen, zu analysieren und Verbesserungspotential zu identifizieren. Durch eine umfangreiche Analyse der Hochschulrechenzentren und anhand der Bewertung des Status Quos, soll ein Zielzustand konzeptioniert und Handlungsfelder aufgezeigt werden. ​Das übergeordnete Ziel ist die Entwicklung von praxisorientierten Umsetzungsempfehlungen und Qualitätsstandards für IT-Servicemanagement für Hochschulrechenzentren in Bayern.

Hier können Sie mehr erfahren.

2019/2020 – Praxisprojekt

Methodische und fachliche Unterstützung in der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Innovationsworkshops mit dem Hochschulrat und Dekan*innen der Universität Bayreuth​ als Beitrag zur Entwicklung einer Digitalen Agenda 

  • zur Identifikation von Digitalisierungszielbildern​ und
  • für die Generierung eines strukturierten und initial priorisierten Ideenkatalogs mit Verbesserungspotenzialen für Prozesse und Services.

Hier können Sie mehr erfahren.

Seit 2016

Im Rahmen der Digitalen Agenda 2020 und 2025 haben wir maßgeblich an der Gestaltung der IT-Strategie der Universität Bayreuth gearbeitet. Basierend auf der Ermittlung des Status Quo haben wir Handlungsempfehlungen und Ziele abgeleitet, und eine Strategie zu den Themen IT-Governance, Dienstleistungsstruktur des IT-Servicezentrums, Digitalisierung in Forschung und Lehre sowie übergreifenden Fragestellungen sowie der Ressourcenplanung erarbeitet. 

Die Ergebnisse haben wir innerhalb der Digitalen Agenda festgehalten, deren Umsetzung wir verfolgen und betreuen. 

Hier können Sie die Digitale Agenda 2025 online finden.

Kompetenz und Zielstrebigkeit

Wer wir sind

Prof. Dr. Torsten Eymann ist seit 2004 Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und stellvertretender Leiter der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT. Seit 2015 ist er CIO der Universität Bayreuth und Sprecher der CIO-Runde der bayerischen Hochschulen e.V., in der er beispielsweise die Leitlinien für die künftige Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur an bayerischen Hochschulen mitgestaltete. Darüber hinaus war er von 2015 bis 2021 Vizepräsident der Universität Bayreuth für Digitalisierung und Innovation.  

Unter Einsatz von gestaltungs- und verhaltensorientierten Forschungsmethoden setzt er sich unter anderem mit der digitalen Transformation an Hochschulen auseinander und evaluiert dabei unter anderem den digitalen Reifegrad der betrachteten Akteure. Daneben liegt ein weiteres Augenmerk auf der fachlichen Unterstützung von Hochschulen im Bereich IT-Dienstleistungen und den damit verbundenen Digitalisierungspotenzialen. 

Prof. Eymann ist Autor mehrerer Publikationen zu den Themen Begleitung von Innovationsprozessen an Hochschulen, mobiles und hybrides Lernen sowie der Professionalisierung von IT-Rechenzentren. Daneben arbeitet er aktuell in öffentlich-geförderten Forschungsprojekten, u.a. der Stiftung für Hochschullehre und dem Ministerium für Bildung und Forschung, zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Hochschullehre.