Wertorientierte Steuerung von IT-Projekten

Start: 2015
Ende: ​​2016
Projektdauer: 2 Jahre
Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektleitung: Prof. Dr. H.-U. BuhlProf. Dr. Gilbert Fridgen

Ungefähr jede fünfte Investition in Informationstechnologie (IT) wird nach einer Studie des IT Governance Institute vor einer erfolgreichen Implementierung abgebrochen. Hauptgründe für diese hohen Abbruchraten sind über den Projektverlauf hinweg entstehende Risiken, die zu Budgetüberschreitungen, zeitlichen Verzögerungen sowie zu der nachträglichen Erkenntnis führen, dass erhoffte Ergebnisse nicht erreicht werden können. Um dieses Problem zu adressieren, hat sich die Wissenschaft bisher primär mit der Entwicklung von Methoden zur ex ante Bewertung von IT-Projekten befasst. Allerdings kommen empirische Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass viele Risiken erst im Projektverlauf entstehen. Damit ist eine alleinige ex ante Bewertung von IT-Projekten nicht ausreichend. Um im Projektverlauf entstehende Risiken frühzeitig zu erkennen und ein sinnvolles Gegensteuern zu ermöglichen, sind quantitative Methoden zur laufenden Projektsteuerung nötig. Daher wird im Rahmen dieses Forschungsantrags das Ziel verfolgt, quantitative Methoden zu entwickeln, die eine auf einer sinnvollen ex ante Bewertung basierende, laufende wertorientierte Projektsteuerung über den gesamten Zyklus eines IT-Projekts hinweg ermöglichen. Für dieses Vorhaben stellen die Ergebnisse vorheriger Forschungsprojekte wie bspw. „IT-Portfoliomanagement“ (BU 809/10-1), in welchem Methoden zur ertrags-/risikointegrierten Bewertung von IT-Projekten und IT-Portfolios erarbeitet wurden, eine ideale Grundlage dar. Durch die in diesem Forschungsprojekt entwickelten Projektbewertungs- und Projektsteuerungsmethoden können Unternehmen idealerweise das Scheitern von IT-Projekten sowie den daraus entstehenden wirtschaftlichen Schaden vermeiden. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, den Erfolg von IT-Projekten durch die Möglichkeit kontinuierlicher Readjustierungen – unter den jeweiligen Rahmenbedingungen – bestmöglich zu realisieren.

Einen umfassenden Bericht zu den Forschungsinhalten des Projektes finden Sie hier.