LIS4FUTURE – Laborinformationssystem der Zukunft

Kurzbezeichnung: LIS4FUTURE
Förderung:  Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen des FuE-Programms „Informations- und Kommunikationstechnik Bayern“ (früher: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie)
Projektdauer: ​​September 2014 – Oktober 2016 (2 Jahre)
Projektleitung: Prof. Dr. Maximilian Röglinger

​​Flexible Prozesse werden benötigt, um die Wettbewerbsposition zu stärken

Der hohe Wettbewerbsdruck in der Laborbranche führt zu einer zunehmenden Konsolidierung des Marktes. Eine gute Wettbewerbsposition in diesem Umfeld erfordert eine schnelle Anpassung an externe – z.B. regulatorische – Vorgaben. Dazu erarbeitet die Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT (PG WI) in Zusammenarbeit mit der Medizinische Labor-Organisations-Systeme (MELOS) GmbH im Rahmen des öffentlich geförderten Forschungsprojekts „LIS4FUTURE – Laborinformationssystem der Zukunft“ einen Demonstrator eines Konfigurations- und Modularisierungskonzepts zur Abbildung flexibler, datengetriebener Prozesse in Unternehmen.

Durch den hohen Kostendruck schließen sich immer mehr medizinische Labore zu großen und überregionalen Verbundorganisationen zusammen. Heute existieren bereits erste europa- bzw. weltweit agierende Laborverbunde wie z. B. Sonic Healthcare. Zusätzlich erweitern immer mehr Labore ihr Angebot an Humanaufträgen um Auftragstypen aus dem Veterinär- und Umweltbereich. Diese Entwicklungen stellen jedoch bestehende Laborinformationssysteme (LIS) vor große Herausforderungen, weil Auftragstypen und dazugehörige Abrechnungs- und Dokumentationspflichten immer stärker variieren. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das Forschungsprojekt „LIS4FUTURE – Laborinformationssystem der Zukunft“, das vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi) im Rahmen des FuE-Programms „Informations- und Kommunikationstechnik Bayern“ gefördert wird. Ziel des Projekts, bei dem die PG WI in sehr intensivem Austausch mit dem Bereich Life Science Informatik des Fraunhofer FIT steht, ist die Konzeption eines neuartigen Konfigurationsmechanismus für Unternehmenssoftware mit komplexen, datengetriebenen Prozessen, wie dies insbesondere auf Laborinformationssysteme zutrifft. Dieser Mechanismus soll langfristig eine Anpassung an sich stetig verändernde Rahmenbedingungen ermöglichen und Software dadurch kundenspezifisch erweiterbar machen. Dazu werden in dem Projekt LIS4FUTURE mithilfe einer Demonstratorentwicklung verschiedene Ansätze und Technologien, die diese Konfigurierbarkeit ermöglichen können, auf ihre Praktikabilität hin untersucht. Die Ergebnisse dieser Evaluation sollen in den nächsten Jahren die Entwicklung von marktreifen, revolutionären Laborinformationssystemen ermöglichen. ​​
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