Modellierung, Selbskomposition und Selbstkonfiguration von Referenzprozessen auf Basis semantischer Konzepte (SEMPRO²)

Kurzbezeichnung: SEMPRO2
Start: Oktober 2010
Ende: September 2012
Projektdauer: ​​2 Jahre
Projektpartner: Prof. Dr. Bernhard Bauer​, Professur für „Programmierung verteilter Systeme“ am Institut für Informatik der Universität Augsburg
Kontakt: Prof. Dr. Buhl

Zur schnellen Reaktion auf Marktveränderungen müssen Unternehmen Prozesse schnell anpassen bzw. neu entwickeln können. Heutige Vorgehensweisen der Prozess- und Referenzmodellierung erscheinen bzgl. dieser Anforderung noch nicht ausreichend, da die Erstellung und Überarbeitung von Prozessmodellen i. d. R. manuell erfolgen und mit hohem Aufwand bzw. Kosten verbunden sind. In der zweiten Förderphase soll daher auf die Ergebnisse der ersten Phase SEMPRO aufgebaut werden, indem die Basiskonzepte der teilautomatisierten Planung von Prozessmodellen mit Hilfe semantischer Konzepte und Ontologien weiterentwickelt werden. Zur Stärkung der Grundlagenforschung des jungen Fachgebiets „Semantisches Prozessmanagement“ werden dabei nachgenannte Ziele verfolgt:

  • ​die teilautomatisierte Anpassung von Prozessmodellen sowie die Ableitung unternehmensspezifischer Modelle aus existierenden Referenzprozessmodellen
  • die teilautomatisierte Erstellung und Anpassung von Prozessmodellen unter Berücksichtigung ökonomischer Zielkriterien (z. B. Ausführungszeit, Kosten) und Einhaltung von Restriktionen (z. B. Obergrenze für das mit einem Prozess einhergehende Risiko)
  • die Analyse der ökonomischen Zusammenhänge für den Einsatz semantischer Konzepte bei der (Referenz-)Prozessmodellierung

Ziel der Forschungsarbeit ist es, einen Beitrag zur Flexibilisierung von Prozessen zu leisten und somit eine Grundlage für deutsche Unternehmen zu schaffen, ihre Prozesse schneller und kostengünstiger entwickeln und anpassen zu können.

Vorausgegangenes Projekt: SEMPRO