SIS 4.0 – Sichere Industrie 4.0 in Schwaben

Das Projekt Sichere Industrie 4.0 in Schwaben (SIS 4.0) zielt auf die Erforschung innovativer, digitaler Ansätze und Methoden für die Kernbereiche der Industrie 4.0 unter besonderer Berücksichtigung der Sicherheitsanforderungen digitaler Lösungsansätze ab. Dabei werden die Leitfragen »Wie macht man die digitalisierte Entwicklung und Produktion bayerischer Unternehmen sicher?« und »Wie macht man digitale, bayerische Produkte und Services beim Kunden sicher?« verfolgt. Dem Security-by-Design-Prinzip folgend werden dabei Sicherheitsanforderungen bei der Entwicklung digitaler Lösungsansätze von Beginn an berücksichtigt.

Das Forschungsprojekt Sichere Industrie 4.0 in Schwaben (SIS 4.0) wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert und durch die Fraunhofer Projektgruppe Wirtschaftsinformatik und die Hochschule Augsburg in Kooperation mit zahlreichen Unternehmen verschiedener Branchen im Raum Schwaben (BMK Group GmbH & Co. KG, baramundi software AG, GROB-WERKE GmbH & Co. KG, Günzburger Steigtechnik Munk GmbH, RENK AG, XITASO GmbH, …) durchgeführt. Das Projekt hat eine Laufzeit von 4 Jahren.

Die umfassende Digitalisierung und die Entwicklungen rund um die Industrie 4.0 stellen die Unternehmen in der Region Augsburg und Bayerisch Schwaben vor vielfältige Herausforderungen. Zentrale Erfolgsfaktoren für den nachhaltigen Auf- und Ausbau von Wettbewerbsvorteilen für die Bayerische Wirtschaft ist die Entwicklung digitaler Innovationen, die Schaffung einer sicheren IT-Infrastruktur sowie der sichere und transparente Umgang mit sensiblen Produktions- und Kundendaten. Um Unternehmen in Schwaben auf die sich stetig verändernde Bedrohungslage vorzubereiten, werden im Rahmen des Projekts die Sicherheitsanforderungen der Industrie 4.0 mit dem Schwerpunkt auf IT-Sicherheit analysiert. Darauf aufbauend werden mögliche IT-Sicherheitsmaßnahmen integriert betrachtet und ökonomisch bewertet, um Mitigationsmaßnahmen zu identifizieren und eine sichere Industrie 4.0 Strategie zu erarbeiten. Durch den engen Austausch mit Partnerunternehmen wird außerdem angestrebt, Merkmale bzw. besondere Sicherheitsanforderungen bestimmter Branchen zu erarbeiten, wodurch die Übertragbarkeit der Projektergebnisse gewährleistet werden soll. Die Forschungsaktivitäten des Projekts fokussieren sich inhaltlich auf folgende drei Themenschwerpunkte:

  1. Sicherheitsanforderungen der Industrie 4.0 – Fokus IT-Sicherheit:
    • Integrierte Betrachtung von zukünftigen Bedrohungsszenarien und Ableitung generischer Sicherheitsanforderungen über alle Ebenen der Unternehmensarchitektur hinweg sowie Entwicklung eines ökonomischen Frameworks zur Bewertung von IT-Sicherheitslösungen und Ableitung eines optimalen Portfolios von Mitigationsmaßnahmen.
    • Erforschung aktueller und zukünftiger Technologien im Bereich IT-Sicherheit wie bspw. Embedded Security, Blockchain und Big Data Forensik.
  2. Entwicklung von Sicherheitslösungen zur sicheren Planung, Durchführung und Optimierung digitalisierter Entwicklungs-, Produktions- und Logistikprozesse.
  3. Entwicklung von Sicherheitslösungen zur sicheren Gestaltung digitaler Services und Geschäftsmodelle.