ODH@Bochum-Weitmar

ODH@Bochum-Weitmar

Kurzbezeichnung ODH@Bochum-Weitmar
Förderung Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfaleng
Projektträger Projektträger Jülich
Start 01.10.2019
Ende 30.09.2022
Projektleitung Prof. Dr. Henner Gimpel

Zusammenfassung

Die Initiative Open District Hub (ODH) widmet sich dem Ziel, energieeffizient betriebene Wohnquartiere mit lokal erzeugten, erneuerbaren Energien und mit Hilfe intelligenter Systeme zu entwickeln. Eines von sechs Innovations-Quartieren, die im Rahmen der Initiative vorangetrieben und erforscht werden, ist das Wohnviertel in Bochum-Weitmar. An diesem Projekt sind wir gemeinsam mit Vonovia, den Fraunhofer-Instituten UMSICHT und IOSB sowie dem Unternehmen Ampeers Energy GmbH beteiligt, das Viertel in absehbarer Zukunft optimal und nachhaltig mit Energie zu versorgen. Das Land NRW fördert das Forschungsprojekt.

In Bochum-Weitmar wird ein Bestandsquartier betrachtet. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die geplanten Veränderungen mit den Bedürfnissen und Wünschen der NutzerInnen und BewohnerneInnen abzugleichen und Akzeptanz zu schaffen. Hinsichtlich der baulichen Veränderungen zielt ein Teil des Projekts auf die Energieversorgung mittels Photovoltaik-Anlagen ab. Diese Energie soll nicht wie bisher ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden, sondern direkt am Ort des Verbrauchs zum Einsatz kommen und den ansässigen Mietern zur Verfügung stehen. Um die vorhandene Energie so effizient wie möglich nutzen zu können, ist es notwendig, die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität im Quartier zu vernetzen. Um den Sektor Mobilität zu adressieren werden Ladesäulen gebaut und Carsharing von Elektroautos angeboten. Die Digitalisierung spielt bei der Umsetzung der verschiedenen Komponenten eine entscheidende Rolle. Das zu entwickelnde, intelligente und selbstlernende Energiemanagementsystem soll zukünftig dafür sorgen, dass die richtige Energie zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung steht – an E‑Ladesäulen, als Strom im eigenen Haushalt oder in Form von Wärme. Die im Rahmen dieses Projektes entwickelten Lösungsansätze sollen die lokale Energiewende voranbringen und gleichzeitig den BewohnerInnen des Quartiers vor Ort Nutzen stiften.

Rahmendaten

  • Standort: Bochum-Weitmar
  • Größe des Wohnquartiers: 232 Gebäude mit 1.540 Wohnungen
  • Projektpartner: Ampeers Energy, Fraunhofer FIT, Fraunhofer IOSB-INA, Fraunhofer IOSB-AST, Fraunhofer UMSICHT, Vonovia

Projektziele & Schwerpunkte

  • Ökonomisch und ökologisch tragfähige Lösungen, die sich in das bestehende energiewirtschaftliche System einfügen: Nachhaltige Aufwertung der Bestände und des Wohnumfelds
  • Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität auf Quartiersebene
  • Ausrichtung an den Bedürfnissen der Bewohner im Wohnquartier
  • Realisierung einer digitalen Marktplattform und einer Quartiersapp:
  • Nutzung von lokalem, grünem Strom: Interaktion zwischen Energieversorgung (z.B. Stromerzeugung durch die Photovoltaikanlagen) und Energienutzung innerhalb des Quartiers.
  • Ermöglichen von Integration und Akzeptanz von Elektromobilitätskonzepten.
  • Aktivierung der Nutzer im Quartier, Schaffung von Akzeptanz und Attraktivität des Quartiers.
  • Entwicklung eines selbstlernendes Energiemanagementsystems zur intelligenten Steuerung des Quartiers.