EMIKA

Echtzeitgesteuerte Mobile Informationssysteme in Krankenhaus-Anwendungen

EMIKA

Ziel des EMIKA-Projektes ist es, die Optimierungspotenziale von komplexen Arbeitsabläufen in Kliniken und den dazugehörigen Stakeholdern zu erforschen.

Kurzbezeichnung EMIKA
Förderung Deutsche Forschungsgemeinschaft
Start 2002
Ende 2004
Projektdauer 2 Jahre
Projektleitung Prof. Dr. Torsten Eymann

Prof. Dr. Torsten Eymann

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre VII – Wirtschaftsinformatik

Grundlagen und Realisation

Realisiert wird dieses Vorhaben, durch die Verwendung von selbstorganisierenden, verteilten Steuerungssystemen. Durch die Implementierung dieser Artefakte kommt es zu einem Effizienzgewinn für das ganze System, während die Stillstandszeiten für wartende Patienten und Geräte minimiert werden können. In einem stark dynamischen Umfeld wie es in Krankenhäusern vorzufinden ist, ist es von größter Bedeutung, in der Lage zu sein, schnell auf Veränderungen (z. B. eingehende Notfällen) reagieren zu können. Daher kommt es zu einer Vernetzung von mobilen Geräten (z. B. PDAs), die den Informationsverarbeitungsprozess, sowie die Kommunikation in vielfältiger Weisen unterstützen können. Als Folge entsteht eine intelligente Umgebung aus dezentralisierten Geräten. Mobile Informationstechnologie-Projekte bilden Phänomene aus der realen Welt auf logische Modelle ab, in der autonome Software-Agenten auf multilateralem Wege über die Ressourcen-und Zeitverteilung der Objekte verhandeln. Zur Identifizierung der Ressourcen verwendet EMIKA dabei die Radio Frequency Identification Technologie – RFID. Mittels intelligenter Kontexterkennung gelingt es den Arbeitsstatus aller Mitarbeitenden zu erfassen. Hierdurch wird die Basis für ein Multi-Agenten-System, gebildet, in dem Zeitplanungsentscheidungen getroffen werden. Dadurch können die Agenten modifizierte Zeitpläne für die Mitarbeitenden vorschlagen, die angenommen oder abgelehnt werden können. Da das System dabei lediglich Vorschläge unterbreitet, behalten die Menschen weiterhin volle Kontrolle über ihren eigenen Zeitplan. EMIKA gelingt es daher den Entscheidungsfindungsprozess zu unterstützen. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes sind dabei nicht nur von Interesse für Krankenhäuser, sondern auch auf andere Bereiche- z. B. die ambulante Pflege – anwendbar. Zudem gelingt es, im Rahmen der flexiblen Steuerung und Betrieb des Prozesses, die Kosten zu reduzieren, die Effizienz zu erhöhen und die Qualität des Services zu verbessern.