Digital Value Networks

Erhöhter Wettbewerbsdruck​

Digital Value Networks

Die zunehmende Digitalisierung und Globalisierung von Industrie-, Finanz- und Dienstleistungsunternehmen und deren Produkten erhöhen den Wettbewerbsdruck auf einzelne Marktteilnehmer und führen zu wachsenden Komplexitäten in Unternehmensstrukturen und (globalen) Wertschöpfungsnetzen. Damit Unternehmen vor diesen Herausforderungen unternehmerische Entscheidungen im Sinne einer wertorientierten Unternehmensführung treffen können, müssen sowohl Chancen als auch Risiken durch den Einsatz neuer Technologien und die unternehmensübergreifende Kollaboration in (digitalen) Wertschöpfungsnetzen integriert betrachtet und gesteuert werden.

Der Forschungsbereich Digital Value Networks beschäftigt sich mit der Entwicklung von Methoden und Konzepten zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von integrierten Chancen- und Risikoaspekten in Informationstechnologien und digitalen Wertschöpfungsnetzen. Mit seiner ausgewiesenen Expertise unterstützt der Forschungsbereich Unternehmen verschiedener Branchen in wissenschaftlichen und praktisch relevanten Fragestellungen. Im Folgenden werden wesentliche Themenbereiche des Forschungsbereichs mit beispielhaften Fragestellungen dargestellt:

Business Technology Management

Business Technology Management umfasst ein integriertes Chancen- und Risikomanagement von der Geschäftsmodellebene bis hin zu einzelnen Innovationsprojekten.

– Digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle durch neue Technologien: „Wie können digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle auf Basis neuer Technologien wie z.B. Blockchain / BigData gestaltet und etabliert werden?“
– IT-Innovationsmanagement: „Wie lassen sich IT-Innovationsprojekte und -teams ökonomisch sinnvoll gestalten und der Erfolg von teilweise stark gehypten neuen Technologien prognostizieren?“
– IT-Projekt- und IT-Projektportfoliomanagement: „Wie lassen sich IT-Projekte und -Projektportfolios bewerten und steuern?“
– IT-Sicherheit: „Wie können IT Security Risiken in der digitalen Wertschöpfung auf Basis der unternehmensspezifischen IT-Risikolandschaft identifiziert, bewertet und gesteuert werden?“

Digitalisierung von Wertschöpfungsnetzen

Für alle Fragestellungen im Rahmen der Digitalisierung von Wertschöpfungsnetzen ist eine ökonomische Bewertung, die sowohl Ertragschancen als auch Risikopotenziale integriert betrachtet, eine Grundvoraussetzung.

– Digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle durch hybride Wertschöpfung: „Welche Geschäftsmodellmuster lassen sich für die hybride Wertschöpfung ableiten?“
– Modellierung digitaler Systeme und Technologien: „Wie lassen sich digitale Systeme und Technologien abstrahieren, klassifizieren und Abhängigkeiten abbilden?“
– Ökonomische Bewertung von Industrie 4.0-Projekten: „Wie lassen sich einzelne Industrie 4.0-Projekte sowie Projektportfolios unter Berücksichtigung von Kosten, Ertrag und Risiko integriert bewerten?“
– Transformationsstrategien: „Wie sieht eine Industrie 4.0 Transformations-Roadmap aus, die ökonomisch sinnvoll und technologisch robust ist?“
– Risiken in (digitalen) Wertschöpfungsnetzen: „Welche Risiken entstehen aufgrund der steigenden (digitalen) Vernetzung mit Lieferanten, Kunden und anderen Wertschöpfungspartnern?“

Finanzwirtschaftliches Energiemanagement

Finanzwirtschaftliches Energiemanagement reicht von der intelligenten Nutzung von Energieeffizienz- und Energieflexibilitätspotentialen bis bin zur Gestaltung neuer Geschäfts- und Investitionsbewertungsmodelle.

– Energieeffizienzversicherungen: „Wie können Finanzmarktprodukte zur Absicherung von Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen gestaltet und bewertet werden?“
– Investitionsbewertung in Energieeffizienzmaßnahmen: „Wie lassen sich Investitionen in Maßnahmen zur Steigerung von Energieeffizienz und Energieflexibilität bewerten und priorisieren?“
– Entscheidungsunterstützung im industriellen Energiemanagement: „Wie lässt sich ein operatives Energiemanagementsystem gestalten, welches (teil-) automatisiert Energieeffizienz und Energieflexibilität optimiert?“
– Risikomanagement in kritischen Infrastrukturen: „Wie können Risiken in kritischen Infrastrukturen (z.B. Strom) und mögliche Gegenmaßnahmen identifiziert und bewertet werden?“

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Unsere Tätigkeiten

Ansprechpartner

Prof. Dr. Björn Häckel

Professur für Digitale Wertschöpfungsnetze