FokusThemen

Digitale Souveränität

Als FIM Forschungsinstitut für Informationsmanagement setzen wir unsere interdisziplinären Kompetenzen gezielt ein, um Digitale Souveränität in Organisationen, der Wirtschaft und der Gesellschaft zu stärken. Wir nutzen unsere Forschungsergebnisse, um souveräne digitale Strukturen, Prozesse und Kompetenzen in der Praxis aufzubauen und nachhaltig zu verankern. Dabei unterstützen wir Organisationen dabei, technologische Abhängigkeiten zu reduzieren, Daten und Identitäten selbstbestimmt zu gestalten und digitale Wertschöpfung verantwortungsvoll und zukunftsfähig auszurichten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf offenen Standards und interoperablen Technologien, die es Organisationen ermöglichen, digitale Abhängigkeiten zu reduzieren und langfristige Gestaltungsfreiheit zu sichern. Dafür haben wir vier Handlungsfelder identifiziert: Digitale Identitäten, Technologische Resilienz, Organisationale Kompetenz und Datenhoheit.

Digitale Souveränität gewinnt vor dem Hintergrund wachsender technologischer Abhängigkeiten, dynamischer Ökosysteme und zunehmender Datenvernetzung stark an Bedeutung. Organisationen stehen heute vor der Herausforderung, digitale Technologien nicht nur einzusetzen, sondern verantwortungsvoll, sicher und selbstbestimmt zu gestalten. Dazu gehören souveräne digitale Identitäten, die eine eindeutige, sichere und selbstbestimmte Interaktion in digitalen Ökosystemen ermöglichen, sowie technologische Resilienz, die digitale Infrastrukturen flexibel und unabhängig von proprietären Abhängigkeiten macht. Ebenso zentral ist der Aufbau organisationaler Kompetenz, also der Fähigkeiten und Strukturen, die notwendig sind, um digitale Technologien souverän zu bewerten und verantwortungsvoll zu gestalten. Dazu zählt auch der kompetente Umgang mit datengetriebenen Technologien und KI-Systemen, einschließlich der Fähigkeit, deren Entscheidungen nachvollziehbar und verantwortungsvoll zu gestalten. Ergänzt wird dies durch Datenhoheit, die es Organisationen erlaubt, über Nutzung, Weitergabe und Qualität ihrer Daten selbst zu bestimmen. Gemeinsam bilden diese vier Handlungsfelder die Grundlage dafür, digitale Wertschöpfung nachhaltig, unabhängig und zukunftsfähig auszurichten. 

Wir gestalten Digitale Souveränität in Forschung und Praxis maßgeblich mit. Dabei untersuchen wir unter anderem, wie Organisationen souveräne Technologieentscheidungen treffen können, etwa durch Kriterien zur Auswahl geeigneter Enterprise-Architecture-Management-Systeme, die technologische Abhängigkeiten reduzieren und langfristige Gestaltungsfreiheit sichern. Zudem erforschen und begleiten wir den Einsatz souveräner digitaler Technologien im Energiesektor, beispielsweise digitale Identitäten und verifizierbare Datenflüsse, die eine transparente und vertrauenswürdige Nachweisführung ermöglichen. Diese Ansätze stärken die Datenhoheit und technologische Resilienz von Energieakteuren und unterstützen damit die sichere und interoperable Ausgestaltung digitaler Energiewertschöpfung. Im Rahmen digitaler Souveränität setzen wir digitale Technologien bewusst so ein, dass Organisationen, Wirtschaft und Gesellschaft ihre digitale Zukunft selbstbestimmt, sicher und nachhaltig gestalten 

Kooperationsmöglichkeiten zum Thema Digitale Souveränität

  • Analyse von Abhängigkeiten und Entwicklung souveränitätsorientierter Digitalstrategien
  • Konzeption und Pilotierung dezentraler Identitäts- und Vertrauensinfrastrukturen
  • Aufbau offener, skalierbarer und souveräner Daten- und Systemlandschaften
  • Workshops, Trainings und Governance-Formate zur Stärkung digitaler Gestaltungskompetenz
  • Gemeinsame Entwicklung und Erprobung souveräner Technologien und Anwendungen
  • Entwicklung einer Implementierungsstrategie dezentralen Identitätslösungen für Organisationen und Maschinen

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